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Becherbach bei Kirn wird „Landmusikort 2026″

Ansicht von Becherbach bei Kirn
Quelle: Rhein Nahe Direkt

Die Ortsgemeinde Becherbach bei Kirn im Landkreis Bad Kreuznach trägt ab sofort den Titel „Landmusikort 2026″ für Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor und Orchester würdigten damit das außergewöhnlich lebendige und innovative Kulturleben der kleinen Gemeinde.

Die Auszeichnung wurde in Berlin vom Deutschen Musikrat zusammen mit dem Bundesmusikverband Chor und Orchester verkündet. Neben dem Titel erhält Becherbach auch einen mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis. Das Geld soll in Projekte der Amateurmusik oder die Zusammenarbeit zwischen Profi- und Amateurmusikern fließen.

Kulturminister lobt ehrenamtliches Engagement

Kulturminister Sven Teuber gratulierte der Gemeinde zur Auszeichnung als Landmusikort. „In Becherbach bei Kirn wird sichtbar, wie lebendig Kultur im ländlichen Raum ist und wie viel musikalische Kraft in unseren Gemeinden steckt”, erklärte Teuber. Der „Becherbacher Brückenchor” stehe beispielhaft für ehrenamtliches Engagement, Kreativität und Gemeinschaft. Die Auszeichnung zeige, dass Kultur Heimat schaffe und den Zusammenhalt vor Ort stärke.

Kulturstaatssekretär Dr. Denis Alt ergänzte, Becherbach beweise eindrucksvoll, dass hochkarätige Kulturarbeit keine Frage der Gemeindegröße sei. Die Auszeichnung und das Preisgeld seien eine verdiente Anerkennung für die anhaltende Begeisterung und das Engagement. Zugleich bedeute dieser Erfolg ein starkes Signal für das gesamte Musikland Rheinland-Pfalz.

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„Becherbacher Brückenchor” als Vorbild

Mit dem „Becherbacher Brückenchor” verfügt die Gemeinde über ein weit über die Region hinaus bekanntes musikalisches Aushängeschild. Die Gründerin und langjährige musikalische Leiterin Mechtild Mayer wurde bereits 2025 mit der Peter-Cornelius-Plakette ausgezeichnet – der höchsten Auszeichnung des Landes für Verdienste um die Musik.

Bundesweites Förderprogramm für ländliche Regionen

Das Förderprogramm „Landmusikort” wird im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien umgesetzt. Es unterstützt herausragende, innovative Musikprojekte und das ehrenamtliche Engagement in ländlichen Regionen. Ausgezeichnet werden musikalische Aktivitäten mit Vorbildcharakter, die zur Sichtbarmachung und Vernetzung des Musiklebens beitragen.

Bewerben konnten sich Orte mit bis zu 12.000 Einwohnern, die in die Kategorien „eher ländlich” oder „sehr ländlich” des Thünen-Instituts fallen. In allen 13 Flächenländern wurde jeweils eine Gemeinde als „Landmusikort 2026″ ausgezeichnet.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.