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„Flossen weg!“ für sichere Schwimmbäder

„Flossen weg!“ für sichere Schwimmbäder
Quelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms/Anuschka Weisner

Mit der Kampagne „Flossen weg!“ setzen der Landkreis Alzey-Worms und mehrere Partner ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt in Schwimmbädern. Ziel ist es, das Bewusstsein für Grenzüberschreitungen zu schärfen und Betroffene besser zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Warbede Frauennotruf Alzey, dem Schwimmverein Neptun 1894 Alzey sowie den Schwimmbädern im Landkreis haben die Gleichstellungsbeauftragten die Initiative gestartet.

Klare Haltung gegen Übergriffe

Offiziell vorgestellt wurde die Kampagne im Wartbergbad Alzey.

Gegenüber sexualisierter Gewalt zeigen wir null Toleranz“, betonte Landrat Heiko Sippel bei der Eröffnung.

Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer klaren Haltung gegen Übergriffe und Grenzüberschreitungen. Deshalb soll die Kampagne Aufmerksamkeit schaffen und den Schutz von Betroffenen stärken. Auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dr. Vera Lanzen, sieht einen wichtigen Handlungsbedarf.

Wo Menschen zusammenkommen, entstehen auch Konflikte. Sexuelle Belästigung kann überall im öffentlichen Raum passieren, auch im Freibad“, erklärte Lanzen.

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Schulungen für Schwimmbadpersonal

Ein zentraler Bestandteil der Kampagne sind Schulungen für das Personal der Schwimmbäder. Diese übernimmt der Warbede Frauennotruf Alzey. Dadurch sollen Mitarbeitende lernen, Grenzüberschreitungen frühzeitig zu erkennen sowie Betroffene sicher und angemessen zu unterstützen.

Sexualisierte Gewalt und Übergriffe sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Mit der Kampagne möchten wir das Thema in die Mitte der Gesellschaft bringen“, sagte Anke Gilpatrick vom Frauennotruf.

Zusätzlich informieren mehrsprachige Flyer sowie Plakate an gut sichtbaren Stellen in den Schwimmbädern über das Thema.

Kampagne in mehreren Freibädern

Nach dem Start im Wartbergbad Alzey wird die Aktion auch in den Freibädern Wörrstadt, Wöllstein und Eich umgesetzt. Außerdem begleiten die Stadt Alzey, die Polizeiinspektion Alzey, der Bäderbetrieb Alzey sowie der Schwimmverein Neptun 1894 Alzey das Projekt als Kooperationspartner. Am Ende der Saison wollen die Verantwortlichen die Erfahrungen auswerten. Anschließend sollen die Ergebnisse in die Weiterentwicklung der Kampagne einfließen. Die Initiative basiert auf einem bereits erfolgreichen Konzept aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen, das für den Landkreis Alzey-Worms angepasst wurde.

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Lisa Jäger arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen.