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Geschichte zum Anfassen: Offene Synagoge in Staudernheim

Geschichte zum Anfassen: Offene Synagoge in Staudernheim
Quelle: Museumsverein Synagoge Staudernheim

Die ehemalige Synagoge in Staudernheim öffnet am Sonntag, den 12. April 2026, wieder ihre Türen. Dort können Besucher ein großes Stück Geschichte der Staudernheimer Juden besichtigen.

Geschichte zum Anfassen: Offene Synagoge in Staudernheim

Auf den ersten Blick wirkt das Gebäude eher unscheinbar – doch im Inneren erzählt es eindrucksvoll von der Vergangenheit. Sichtbare Spuren aus verschiedenen Epochen, darunter auch Relikte aus der NS-Zeit und der Nachkriegsnutzung, machen die Geschichte greifbar.

Die Synagoge wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und später zweckentfremdet, unter anderem als Lagerhalle. Erst durch jahrzehntelanges Engagement konnte sie wieder zugänglich gemacht werden. 1989 wurde das Gebäude mithilfe von Raymond Wolff, einem Enkel von Staudernheimer Juden, restauriert. Dieser hatte einst seiner Großmutter versprochen, die Synagoge zu finden und ihr ein würdiges Denkmal zu schenken.

Ausstellung über jüdisches Leben

Der Museumsverein Synagoge Staudernheim engagiert sich seit Jahren für den Erhalt und die Restaurierung dieses Stücks Zeitgeschichte. Künftig sollen dort auch eigene Projekte, die sich mit der Geschichte der einstigen jüdischen Gemeinde, aber auch Themen wie Migration und Teilhabe beschäftigen sowie Veranstaltungen externer kultureller Initiativen veranstaltet werden.

Ab Sonntag können Besucher eine dokumentarische Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Staudernheim besuchen. Sie zeigt beispielhaft das Leben des Landjudentums im Südwesten Deutschlands – unter anderem mit Originaldokumenten, Fotos und persönlichen Gegenständen. Auf Wunsch werden auch Führungen angeboten.

Erinnerung wachhalten

Für den Museumsverein ist die Öffnung der Synagoge mehr als ein kulturelles Angebot: Sie soll dazu beitragen, die Erinnerung an die jüdische Geschichte der Region lebendig zu halten – gerade auch vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen.

Weitere Termine geplant

Auch über den April hinaus bleibt die Synagoge zugänglich: Die „Offene Synagoge“ findet im weiteren Verlauf des Jahres an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 16 Uhr in der Straße „Am Wolfsgang 3“ statt.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.

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