Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) setzt zum 1. August den ersten Schritt seiner Tarifreform um. Im Mittelpunkt stehen dabei Änderungen bei den Zeitkarten.
Künftig gelten Wochen-, Monats- und Jahreskarten im gesamten Verbundgebiet. Damit können Fahrgäste Busse und Bahnen in den Städten Mainz und Wiesbaden sowie in den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach, Birkenfeld und im nördlichen Teil des Landkreises Alzey-Worms nutzen.
Weniger Tarifstufen und einfachere Struktur
Mit der Reform entfällt bei den Zeitkarten die bisherige Einteilung nach Preisstufen und Fahrstrecken. Stattdessen führt der RNN ein vereinfachtes System mit einheitlichen Angeboten für verschiedene Nutzergruppen ein.
Auch die bisherigen 9-Uhr-Zeitkarten bleiben erhalten und gelten künftig ebenfalls im gesamten Verbundgebiet.
Reaktion auf veränderte Nachfrage
Nach Angaben des RNN hat sich die Nutzung von Zeitkarten in den vergangenen Jahren verändert. Seit der Einführung des Deutschland-Tickets sei die Nachfrage nach klassischen Zeitkarten zurückgegangen.
Mit der Tarifreform passt der Verbund sein Angebot an diese Entwicklung an und setzt auf eine einfachere Struktur.
Weitere Änderungen sind geplant
Die jetzt angekündigten Neuerungen betreffen ausschließlich den Bereich der Zeitkarten. Für Einzel- und Tageskarten gilt weiterhin das bisherige Tarifsystem.
Der RNN plant jedoch auch in diesem Bereich eine schrittweise Vereinfachung. Weitere Änderungen sind nach Angaben des Verbunds für das Jahr 2027 vorgesehen.


