Eine Delegation aus Anamur, der türkischen Partnerstadt von Bingen, hat den Landkreis Mainz-Bingen besucht. Dabei standen Klimaschutz, Klimaanpassung sowie nachhaltige Stadtentwicklung im Mittelpunkt des Austauschs. Gleichzeitig nutzten beide Seiten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für die kommunale Arbeit zu gewinnen.
Internationaler Austausch zu Klimathemen
Die Zweite Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn begrüßte die Gäste in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Dabei betonte sie die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen. Besonders beim Klimawandel sei ein grenzüberschreitender Austausch wichtig.
„Der Klimawandel macht nicht an Landesgrenzen halt. Umso wichtiger ist es, dass wir in unseren Städtepartnerschaften Erfahrungen teilen und voneinander lernen – insbesondere bei Strategien zur Klimaanpassung“, erklärte Schultheiß-Lehn.
Klimaschutz und Energiemanagement vorgestellt
Der Fachbereich „Klimaanpassung, Energiemanagement und Klimaschutz“ stellte den Gästen verschiedene Projekte und Strategien des Landkreises vor. Dabei ging es einerseits um den Klimaschutz und andererseits um Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Außerdem informierten die Fachleute über energetische Sanierungen kommunaler Gebäude, Umweltbildungsprojekte sowie Förderprogramme für Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich standen das Energiemanagement und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen im Fokus der Gespräche.
Besuch im Stadtgarten Gau-Algesheim
Im Anschluss besuchte die Delegation den Stadtgarten in Gau-Algesheim. Dort begrüßte Stadtbürgermeister Michael König die Gäste. Der Stadtgarten entstand als Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Mainz-Bingen und der Stadt Gau-Algesheim. Darüber hinaus erhielt das Vorhaben Unterstützung durch den Bundeswettbewerb „Naturstadt“. Besonders großes Interesse zeigte die Delegation an der nachhaltigen Bewirtschaftung der Anlage. Die Bepflanzung orientiert sich am dynamischen Agroforst-Prinzip. Dadurch werden verschiedene Nutzpflanzen sinnvoll kombiniert, während gleichzeitig die Artenvielfalt gefördert wird. Der Besuch unterstrich die Bedeutung internationaler Partnerschaften und zeigte zugleich, wie Kommunen gemeinsam von erfolgreichen Umwelt- und Klimaschutzprojekten profitieren können.


