Lebensmittel aus Supermärkten sollen künftig einfacher und rechtssicher an Tafeln gespendet werden können. Das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium hat dazu gemeinsam mit EDEKA Südwest und dem Landesverband der Tafeln Rheinland-Pfalz/Saarland ein neues Verfahren vorgestellt.
Sabine Altmeyer-Baumann aus Bad Kreuznach äußert sich
Auch Sabine Altmeyer-Baumann aus Bad Kreuznach begrüßt das Projekt. Sie ist Vorsitzende der Tafel Bad Kreuznach und gleichzeitig Landesvorsitzende der Tafeln Rheinland-Pfalz/Saarland.
Laut Altmeyer-Baumann würden viele Menschen auf Unterstützung durch die Tafeln angewiesen sein. Gleichzeitig könnten bislang zahlreiche Lebensmittel wegen rechtlicher Unsicherheiten nicht weitergegeben werden.
Keine unnötige Entsorgung von Lebensmitteln mehr
Das neue Verfahren ermöglicht es Supermärkten, Lebensmittel noch vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums offiziell an Tafeln zu übergeben. Die Produkte lagern dafür in einem gesonderten Bereich und geschulte Mitarbeiter holen sie dann später ab.
Dadurch können Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verteilt werden – sofern sie weiterhin genießbar sind.
Pilotprojekt bereits getestet
EDEKA Südwest testete das Verfahren bereits in mehreren Märkten. Die Lebensmittelüberwachung Rheinland-Pfalz bewertet die Umsetzung als rechtssicher.
Lebensmittel mit Verbrauchsdatum – etwa Hackfleisch oder Räucherlachs – bleiben von der Regelung ausgeschlossen.


