Ab Morgen kommt es im Gebiet der Kreisverkehrsgesellschaft Rhein-Nahe (KRN) zu Fahrtausfällen. Grund dafür ist der bundesweite Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di.
Verd.i-Streik legt gesamten Busverkehr lahm
Wie die KRN mitteilt, beginnt der Streik am Freitag, 27. Februar 2026, um 3 Uhr morgens und kann je nach Betriebszeiten der Unternehmen bis zum Ende der letzten Schicht am Samstag, 28. Februar, andauern. Die Busbetriebe in den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen werden am Freitag vollständig eingestellt. Alle Fahrten fallen aus. Am Samstag soll für das Gebiet der KRN ein Notfahrplan vorgesehen sein.
Notfahrplan am Samstag
Die Linien 210 und 69 entfallen vollständig. Einzelne Fahrten der Linie 205 werden ebenfalls gestrichen. Der Stadtverkehr in Nieder-Olm wird an diesem Tag nicht bedient. Auch die Verbindungen in benachbarte Landkreise können von dem Streik betroffen sein. Der Rufbusverkehr ist im gesamten KRN-Gebiet am Freitag und am Samstag eingestellt.
Hintergrund
Die Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di sind Teil der laufenden Tarifrunde für Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen. Ver.di erhöht dadurch den Druck auf die Arbeitgeber und fordert bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere Entlastung bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern wie Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn werden auch höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Erfahrungen und Folgen
Beim ersten bundesweiten Streik am 2. Februar 2026 kam in über 100 Unternehmen der Verkehr vollständig zum Erliegen, in zahlreichen weiteren Betrieben kam es zu erheblichen Einschränkungen. Ver.di erwartet an den kommenden Streiktagen ähnliche Auswirkungen. In Niedersachsen gibt es aufgrund bestehender Friedenspflicht keinen Arbeitskampf.
Betroffene und Ziele
Die Warnstreiks sollen vor allem Arbeitnehmer, Schüler und Wochenendausflügler treffen. Dadurch soll ein deutliches Signal an die Arbeitgeber gesendet werden, die Arbeitsbedingungen im ÖPNV zu verbessern. Die genauen Streikzeiten richten sich nach den Betriebszeiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen.


