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Rotenfels nach Waldbrand gesperrt: „Bleiben Sie dort bitte fern“

Rotenfels nach Waldbrand gesperrt: „Bleiben Sie dort bitte fern“
Quelle: Rhein Nahe Direkt/Anna Borlinghaus

Nach dem Waldbrand am Rotenfels bei Traisen gilt für das betroffene Waldgebiet weiterhin ein striktes Betretungsverbot. Dennoch wird die Sperrung nach Angaben der zuständigen Behörden immer wieder ignoriert. Spaziergänger, Wanderer, Jogger und Mountainbiker halten sich trotz Absperrungen und Hinweisschildern im gesperrten Bereich auf.

Betretungsverbot nach Waldbrand wird missachtet

Das Ordnungsamt der Stadt Bad Kreuznach berichtet immer wieder, dass zahlreiche Menschen die Sperrungen missachten. Seit Sonntag gilt eine Allgemeinverfügung der Stadt Bad Kreuznach, die das Betreten des Brandgebietes untersagt. Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren regelmäßig die Zufahrten und Wanderwege am Rotenfels. Laut Ordnungsamtsleiter Jörg Keil wurden bei mehreren Kontrollfahrten bereits zahlreiche Personen angetroffen und des Gebietes verwiesen.

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Bürgermeister appelliert an die Vernunft

Bad Kreuznachs Bürgermeister Thomas Blechschmidt zeigte sich über das Verhalten vieler Besucher verständnislos: „Es ist für mich völlig unverständlich, dass es Menschen gibt, die vor Verbotsschildern stehen und meinen, in diesen Waldbereich eintreten zu müssen. Das ist mir völlig unverständlich.“

Er betonte, dass weiterhin Ermittlungen zur Brandursache laufen und verschiedene Behörden, darunter Kampfmittelräumdienst, Kriminalpolizei und Forst, im Einsatzgebiet arbeiten. „Deswegen kann ich nur an alle appellieren, bleiben Sie dort bitte fern. Wir haben noch genug übrige Waldflächen und sonstige Gebiete, wo man seine Freizeit verbringen kann. Gehen Sie bitte dorthin, aber nicht in dieses jetzt so belastete Waldstück“, so Blechschmidt.

Einige Betroffene gaben an, einer Wander-App gefolgt zu sein oder lediglich einen Blick auf das Brandgebiet werfen zu wollen. Andere erklärten, sie hätten von dem Betretungsverbot nichts gewusst. Nach Einschätzung des Ordnungsamtes sind die Sperrungen jedoch eindeutig ausgeschildert. Ein Bußgeld sieht die aktuelle Allgemeinverfügung nicht vor. Das Ordnungsamt kann allerdings Platzverweise aussprechen.

Gefahren bestehen weiterhin

Das Waldgebiet bleibt aus mehreren Gründen gesperrt. Zum einen können sich weiterhin Glutnester im Boden befinden, die jederzeit erneut aufflammen könnten. Erst vor wenigen Tagen wurde ein solches Glutnest von Mitarbeitern des Stadtforstes entdeckt und gelöscht.

Hinzu kommt, dass sich im betroffenen Bereich weiterhin Weltkriegsmunition im Boden befindet. Während des Waldbrandes war es bereits zu mehreren Explosionen gekommen. Außerdem können durch das Feuer geschädigte Bäume oder herabfallende Äste eine Gefahr darstellen.

Entscheidung über Freigabe folgt

Wann das Betretungsverbot aufgehoben werden kann, ist derzeit noch offen. Nach Angaben von Bürgermeister Blechschmidt beraten die zuständigen Fachbehörden Anfang kommender Woche erneut über die Lage. Erst wenn sämtliche Untersuchungen abgeschlossen sind und keine Gefahren mehr bestehen, soll das Waldgebiet wieder freigegeben werden. Über eine mögliche Aufhebung oder Verlängerung der Sperrung will die Stadt anschließend öffentlich informieren.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.

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