Die Zusammenarbeit mit dem Verpackungsspezialisten Karopack entwickelt sich für die Meisenheimer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen zu einer Erfolgsgeschichte. Inzwischen verlassen jede Woche rund 15.000 nachhaltige Polstertüten das Gelände des Bodelschwingh Zentrums.
Seit vier Jahren ist die Werkstatt Partner von Karopack. Was zunächst als kleiner Testlauf begann, ist nach Angaben der Stiftung kreuznacher diakonie mittlerweile zu einem soliden wirtschaftlichen Standbein des Betriebs geworden.
Kunden aus verschiedenen Industriezweigen
Die umweltfreundlichen Verpackungspolster werden unter anderem für Unternehmen aus der Kosmetikbranche, für Maschinenbauer und weitere Industriekunden hergestellt. Sie sollen die Waren beim Versand schützen und stellen eine nachhaltige Alternative zu Luftpolsterfolie und Styroporchips dar.
Noch vor zwei Jahren produzierte die Werkstatt monatlich rund 10.000 Polstertüten für Meißner Porzellan. Heute rollen wöchentlich 15.000 Tüten mit den Emblemen unterschiedlicher Industriekunden per Lastwagen vom Hof.
Betriebsleiter Rüdiger Fett sieht in dem Produkt eine zukunftsfähige Lösung. Auf Dauer könne es sich die Gesellschaft nicht leisten, bestellte Waren mit großen Mengen Luftpolsterfolie oder Styroporchips zu versenden. Zugleich zeige die Kooperation, dass Vielfalt und Teilhabe auch wirtschaftlich und nachhaltig wirken könnten.
Neue Lagerhalle für 80.000 Euro
Seit wenigen Wochen verfügt die Werkstatt über eine neue Lagerhalle hinter dem bestehenden Gebäude. Das Bauvolumen betrug 80.000 Euro. Durch die zusätzlichen Lagerkapazitäten kann der Betrieb flexibler auf kurzfristige Bestellungen reagieren.
Nach Angaben von Fett macht sich diese Erweiterung bereits positiv bei der Auftragslage bemerkbar. Die erfolgreiche Entwicklung erfüllt sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebsleitung mit Stolz.
Tag der offenen Tür im Oktober
Am Freitag, 23. Oktober, lädt die Werkstatt auf dem Gelände des Bodelschwingh Zentrums in Meisenheim zu einem Tag der offenen Tür ein. Besucher erhalten dabei die Gelegenheit, den Alltag und das Leben in der Werkstatt kennenzulernen.