Schlosspark Museum: Sonderausstellung zeigt Baukästen
Die Sonderausstellung im Schlosspark Museum Bad Kreuznach widmet sich einem Spielzeugklassiker mit Geschichte. Unter dem Titel „Steine, die Geschichte schreiben – Die Welt der Anker-Bausteine“ öffnete die Schau am Sonntag ihre Türen.
Im Mittelpunkt stehen die Anker-Steinbaukästen, die seit mehr als 140 Jahren Generationen begeistern. Die Ausstellung beleuchtet ihre Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert und rückt zugleich ihren bedeutendsten Förderer in den Fokus.
Der Unternehmer Friedrich Adolf Richter (1846–1910) erkannte in den 1870er Jahren das Potenzial der von den Brüdern Lilienthal entwickelten Steine. Er führte sie unter dem Markennamen „Anker“ international ein und setzte dabei auf mehrsprachige Kataloge sowie ein aufeinander abgestimmtes Baukastensystem.
Gezeigt werden seltene Originalbausätze, historische Werbematerialien und detailreiche Modellbauten. Gleichzeitig thematisiert die Präsentation die Verbindung von Spiel, Technik und Architektur sowie frühe Formen moderner Markenführung.
Mit Unterstützung der Firma Anker stehen zudem aktuelle Bausätze bereit, die im Museum ausprobiert werden können. Die Museum Schlosspark Sonderausstellung ist bis zum 9. August 2026 zu sehen.
Fotografie im Puricelli-Salon
Parallel eröffnet am 8. März im Puricelli-Salon eine weitere Ausstellung. Unter dem Titel „faces from the holy land“ präsentiert der Künstler Wolfhard Tannhäuser Schwarz-Weiß-Porträts und Straßenszenen aus Jerusalem und Bethlehem.
Die Aufnahmen entstanden bei mehreren Aufenthalten in Israel in den Jahren 2009, 2012 und 2013. Tannhäuser konzentriert sich auf die Menschen im „Heiligen Land“ und verzichtet bewusst auf touristische Motive.

Die Reduktion auf Graustufen betont markante Gesichtszüge und intensive Blicke, während die Fotografien eine respektvolle Nähe zu den Porträtierten zeigen. Damit entsteht ein vielschichtiges Bild des Alltags in einer geschichtsträchtigen Region.
Wolfhard Tannhäuser studierte in Mainz Kunstpädagogik und Kunstgeschichte und unterrichtete an verschiedenen Gymnasien. Zudem war er Vorsitzender des BDK in Rheinland-Pfalz, hatte einen Lehrauftrag an der Universität Koblenz-Landau und arbeitete am Medienzentrum Bad Kreuznach.
Er ist Mitglied im Deutschen Werkbund, in mehreren Kunstvereinen sowie zweiter Vorsitzender im KV Ingelheim. Die Ausstellung im Puricelli-Salon läuft bis zum 26. April 2026.