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Behindertenbeirat Bad Kreuznach feiert 30-jähriges Jubiläum

30 Jahre Behindertenbeirat in Bad Kreuznach stärken Teilhabe und Barrierefreiheit
Quelle: Dirk Basmer

Der Behindertenbeirat der Stadt Bad Kreuznach besteht seit 30 Jahren. Das Jubiläum wurde am 25. Februar 2026 im Haus des Gastes im Rahmen einer Feierstunde mit anschließender Beiratssitzung gewürdigt.

Gründung 1995 als Reaktion auf fehlende Barrierefreiheit

Der Stadtrat beschloss am 12. Januar 1995 die Einrichtung des Behindertenbeirats. Am 13. September 1995 konstituierte sich das Gremium unter Leitung der damaligen Bürgermeisterin Malu Dreyer. Erster Vorsitzender wurde Wolfgang Heblich. Die gemeinsam erarbeitete Satzung trat am 15. Oktober 1999 in Kraft.

Aktuell arbeitet der Beirat unter Vorsitz von Anette Glöckner in seiner siebten Wahlperiode.

Hintergrund der Gründung war der Wunsch von Menschen mit Behinderungen, Bad Kreuznach barrierefrei zu gestalten und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. In den 1990er-Jahren fehlten vielerorts selbst grundlegende Voraussetzungen wie barrierefreie Toiletten oder nutzbare Angebote im öffentlichen Nahverkehr.

Einsatz bei Bauprojekten und Verkehr

Der Behindertenbeirat berät die Stadtverwaltung, gibt Stellungnahmen ab und soll bei wesentlichen Vorhaben frühzeitig eingebunden werden. Die Mitglieder bringen ihre eigene Erfahrung ein und weisen auf bauliche und organisatorische Hindernisse hin.

Ein prägendes Thema war die Barrierefreiheit rund um den Bahnhof Bad Kreuznach. Der Beirat begleitete die Modernisierung über Jahre hinweg und setzte sich unter anderem für automatische Eingangstüren ein.

Auch beim barrierefreien Umbau von Bushaltestellen und bei der Nutzung des Busverkehrs in Zusammenarbeit mit der KRN war das Gremium beteiligt. Weitere Themen waren die Neugestaltung der Mühlenstraße, der Umbau der Kreuzung Neufelder Weg/Bösgrunder Weg sowie Fragen rund um Löwensteg und Ochsenbrücke.

Dauerhafte Themen bleiben aktuell

Zu den Dauerthemen zählen ausreichend ausgewiesene und kontrollierte Behindertenparkplätze, barrierefreie Toiletten – auch bei Veranstaltungen – sowie kontrastreiche Gestaltungen für sehbehinderte Menschen.

Auch barrierefreie Kreuzungen, Überwege und der Zugang zu öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Geschäften und Freizeiteinrichtungen stehen regelmäßig auf der Agenda.

Blick in die Zukunft

Seit 1995 engagieren sich die Mitglieder ehrenamtlich für mehr Teilhabe in Bad Kreuznach. Zwei Mitglieder sind seit der Gründungszeit aktiv. Für die Zukunft wünscht sich der Behindertenbeirat mehr junge Menschen, die sich einbringen.

Oberbürgermeister Emanuel Letz würdigte das Engagement und betonte, Barrierefreiheit müsse weiterhin von Beginn an in Planungen berücksichtigt werden. Ziel bleibe eine Stadt, in der alle Menschen selbstbestimmt leben, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

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Geraldine Werner arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.
Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich zu informieren.

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