Die Barbara Müller Stiftung trauert um ihre Stifterin Barbara Müller. Die engagierte Förderin von Kunst und Kultur in Bad Kreuznach ist am 18. Januar 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben. Die Stadt und ihre Bürgerschaft würdigen ihr jahrzehntelanges Wirken.
Engagement für Kunst und Musik in Bad Kreuznach
Barbara Müller gründete gemeinsam mit ihrem Ehemann Rudi Müller im Jahr 2001 die nach ihnen benannte Stiftung. Ziel war es, das kulturelle Leben in Bad Kreuznach nachhaltig zu fördern. Ein zentrales Projekt der Stiftung ist die Konzertreihe „Kreuznach Klassik“, die regelmäßig hochkarätige Musik in die Stadt bringt.
Darüber hinaus beteiligte sich die Stiftung mit einem namhaften Betrag am Ausbau des Saales im Haus des Gastes. Der heutige Rudi-Müller-Saal ist eng mit dem kulturellen Engagement des Ehepaars verbunden.
Lebensweg zwischen Köln und Bad Kreuznach
Barbara Müller, geborene Fresdorf, kam nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Sommer 1945 gemeinsam mit ihrer Mutter nach Bad Kreuznach. Ihr Vater war zuvor Bürgermeister von Köln gewesen und während der NS-Zeit aus dem Amt enthoben worden.
In Bad Kreuznach lernte sie Rudi Müller kennen, den sie 1949 heiratete. Die Familie Müller betrieb über viele Jahre das Elektrowarengeschäft „Elektra“ in der Mannheimer Straße nahe dem Kornmarkt. Mitte der 1950er-Jahre war Barbara Müller zudem Karnevalsprinzessin an der Seite ihres fastnachtsbegeisterten Ehemannes.
Stiftung als bleibendes Vermächtnis
Die Ehe von Barbara und Rudi Müller blieb kinderlos. Vor dem Hintergrund der im Krieg gefallenen Brüder von Rudi Müller gründete das Ehepaar die Stiftung als bleibendes Andenken. Barbara Müller trug das Projekt über Jahrzehnte mit und sicherte dessen Fortbestand auch über ihren Tod hinaus.
Die Stadt Bad Kreuznach betont, dass sie Barbara Müller und ihrem Ehemann zu großem Dank verpflichtet ist. Barbara Müller hätte am 2. Februar 2026 ihren 96. Geburtstag gefeiert.