Die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück zeigt sich mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Vorstand Patrick Miljes betonte im Gespräch, dass die Bank trotz wirtschaftlicher Zurückhaltung stabil aufgestellt sei.

Weniger Investitionen bremsen Kreditgeschäft
Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist aktuell gering. Das wirkt sich direkt auf die Kreditnachfrage aus. Auch in der Region Rhein-Nahe-Hunsrück spürt die Volksbank diese Entwicklung.
Trotzdem bewertet Miljes die Lage insgesamt als solide. Das Wachstum sei moderat gewesen, bewege sich aber in einem stabilen Rahmen.
Bilanzsumme steigt um 20 Millionen Euro
Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um rund 20 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem steigende Kundeneinlagen. Viele Kundinnen und Kunden setzen weiterhin auf sichere Anlagen.
Für 2026 rechnet die Volksbank wieder mit leichtem Wachstum.
Digitalisierung und junge Zielgruppen im Fokus
Die Bank will ihre digitalen Angebote weiter ausbauen. Künftig sollen mehr Dienstleistungen rund um die Uhr online abgeschlossen werden können. Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung in den Filialen ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf jungen Menschen. Mit neuen Angeboten – unter anderem einer kostenfreien Schülernachhilfe – möchte die Volksbank frühzeitig Kundenbindung aufbauen.
Europäische Lösungen im Zahlungsverkehr
Mit Blick auf internationale Entwicklungen setzt die Volksbank zudem auf europäische Zahlungssysteme. Das genossenschaftliche Angebot „Vero“ soll als Alternative zu internationalen Anbietern weiter ausgebaut werden.
Patrick Miljes sieht die Bank damit gut aufgestellt – trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und verhaltener Investitionsbereitschaft.


