Die Aktivierung der Glasfaseranschlüsse in den Binger Ortsteilen Dromersheim und Sponsheim verzögert sich. Grund hierfür sind technische Abhängigkeiten im übergeordneten Netz. Das teilt die verantwortliche Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser mit.
Technische Voraussetzungen noch nicht vollständig erfüllt
Nach aktuellem Stand ist in Dromersheim mit ersten Anschaltungen im Juli 2026 zu rechnen, während die Aktivierungen in Sponsheim für Oktober 2026 geplant sind.
Obwohl die Bauarbeiten in beiden Ortsteilen bereits weit fortgeschritten sind, sind zusätzliche technische Voraussetzungen notwendig, um die Anschlüsse der Kunden in Betrieb zu nehmen. Diese konnten erst im weiteren Verlauf des Projekts final bewertet werden.
Glasfaserausbau Bingen: Abhängigkeit von Netzausbau in Nachbargemeinden
In Dromersheim hängt die Inbetriebnahme vom Fortschritt eines übergeordneten Netzausbaus im benachbarten Ockenheim ab. Dort fehlt derzeit noch eine entscheidende Netzverbindung, die erforderlich ist, um das Glasfasersignal nach Dromersheim zu übertragen. Sollte dieser Ausbau früher abgeschlossen werden, ist auch eine frühere Aktivierung möglich.
In Sponsheim wiederum ist das Netz abhängig von einer bestehenden Infrastrukturstrecke zwischen Pfaffen-Schwabenheim und Sponsheim. Diese Strecke wird derzeit technisch geprüft, um möglichen Ausbau- oder Anpassungsbedarf vor der Freischaltung der Anschlüsse zu ermitteln. Auch hier könnten sich frühere Termine ergeben, sofern die Arbeiten schneller abgeschlossen werden.
Gründe für die Verzögerungen
Die ursprünglich kommunizierten Zeitpläne basierten auf früheren Planungsständen. Im Projektverlauf ergaben sich zusätzliche technische Anforderungen und Abhängigkeiten, insbesondere im Bereich übergeordneter Netzverbindungen und bestehender Infrastruktur. Diese Faktoren konnten im Vorfeld nicht vollständig berücksichtigt werden.
„Uns ist bewusst, dass die Verzögerung für viele Bürgerinnen und Bürger enttäuschend ist“, sagt Isabelle Haddick, Projektmanagerin bei der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser. Haddick: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die noch fehlenden technischen Voraussetzungen zu schaffen, um die Anschlüsse schnellstmöglich zu aktivieren und eine stabile Versorgung sicherzustellen.“


