Die Schule für Gesundheitsfachberufe am Klinikum Idar-Oberstein arbeitet künftig mit dem bundesweiten Mentorenprogramm VerAplus des Senior Expert Service (SES) zusammen. Initiiert wurde die Kooperation von Schulleiterin Julia Pies. Ziel ist es, Auszubildende in der Pflege fachlich, sprachlich und persönlich auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten.
Schule für Gesundheitsfachberufe startet Kooperation mit VerAplus
Viele Auszubildende an der Schule haben internationale Wurzeln. Gerade in der Pflege spielt die Sprache eine zentrale Rolle – sowohl im Umgang mit Patienten als auch bei der Zusammenarbeit im Team und der Dokumentation. Das Programm VerAplus setzt genau an dieser Stelle an und unterstützt junge Menschen dabei, Herausforderungen in Ausbildung und Alltag erfolgreich zu bewältigen.
„Unsere Auszubildenden bringen großes Engagement und viel Potenzial mit. Gleichzeitig stehen manche vor zusätzlichen Herausforderungen, etwa beim Erlernen der Fachsprache oder bei der Orientierung in einem neuen beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld“, sagt Julia Pies. Und: „Mit VerAplus schaffen wir eine zusätzliche Unterstützung, die weit über klassische Nachhilfe hinausgeht.“
Ehrenamtliche begleiten Auszubildende individuell
Im Mittelpunkt des Programms stehen sogenannte Mentoring-Tandems. Ehrenamtliche Mentoren begleiten einzelne Auszubildende oder kleine Gruppen über einen längeren Zeitraum. Dabei fördern sie sprachliche Kompetenzen, vermitteln Fachsprache und unterstützen bei Fragen rund um Ausbildung und Alltag. Persönliche Gespräche und gemeinsame Aktivitäten schaffen zusätzlich Raum für Austausch und stärken das Vertrauen. Die Ehrenamtlichen bieten Orientierung, Motivation und individuelle Unterstützung.
Vor Ort wird das Projekt von einer Gruppe engagierter Ehrenamtlicher aus Idar-Oberstein und der Region getragen. Dazu gehören Mitglieder der Initiative Omas gegen Rechts Idar-Oberstein sowie weitere Bürger im Ruhestand. Viele von ihnen waren selbst als Lehrkräfte tätig und bringen ihre pädagogische Erfahrung in die Begleitung der Auszubildenden ein.
Koordiniert wird die Zusammenarbeit von Klaus Zimmermann, Regionalkoordinator VerAplus für die Region Pfalz. „Die Kombination aus frühzeitiger Sprachförderung und Begleitung im Alltag hat den Einstieg in die Pflegeausbildung sowie die Integration wesentlich erleichtert“, so Zimmermann. Der Regionalkoordinator ergänzt: „Gerade in Gesundheitsberufen sind persönliche Ansprechpartner wichtig. Wer unterstützt, motiviert und Orientierung gibt, hilft jungen Menschen dabei, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen.“
Kostenfreie Unterstützung und Suche nach weiteren Ehrenamtlichen
Für die Auszubildenden ist die Teilnahme am Mentorenprogramm kostenfrei. Die ehrenamtlichen Mentoren werden durch den Senior Expert Service auf ihre Aufgabe vorbereitet und regelmäßig weiter qualifiziert. Die Begleitung dauert in der Regel ein Jahr und kann bei Bedarf verlängert werden.
Die Schule für Gesundheitsfachberufe sieht die Kooperation als wichtigen Baustein, um Ausbildungserfolge zu fördern, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und langfristig Nachwuchskräfte für Pflege- und Gesundheitsberufe zu gewinnen. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie ehrenamtliches Engagement, Bildung und Gesundheitsversorgung vor Ort erfolgreich zusammenwirken können.
Künftig soll das Mentorenprogramm weiter ausgebaut werden. Deshalb sucht die Schule weitere ehrenamtliche Unterstützer. „Wir freuen uns über jede Person, die ihre Zeit und Erfahrung einbringen möchte. Ein pflegerischer Hintergrund ist keine Voraussetzung um mitzumachen. Mit jedem zusätzlichen Mentor oder jeder zusätzlichen Mentorin können wir noch mehr Auszubildende auf ihrem Weg in den Pflegeberuf begleiten“, betont Schulleiterin Julia Pies.
Interessierte können sich direkt an die Schulleiterin wenden.


