Auf der A61 gilt ab sofort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h zwischen den Anschlussstellen Rheinböllen und Stromberg. Grund dafür ist eine Lärmschutzmaßnahme im Zuge des laufenden Ausbaus der Autobahn.
Neues Tempolimit auf der A61
Die Autobahn GmbH des Bundes baut den Streckenabschnitt auf sechs Fahrstreifen aus. In diesem Zusammenhang ist bei der Ortsgemeinde Daxweiler der Bau einer Lärmschutzwand geplant. Diese soll nach aktuellem Stand bis zum Frühjahr 2028 fertiggestellt werden.
Daxweiler drängte auf Lärmschutz
Der Bau einer Lärmschutzwand in Daxweiler war bereits länger Thema in der Region. Bei einem Vor-Ort-Termin im März hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Bürgern den Bau einer Lärmschutzwand zugesichert. Bürger, Kommunalpolitiker und Anwohner schilderten Lärm, Staus und fehlende Informationen. Schnieder sagte klar, dass für den Ausbauabschnitt ein Anspruch auf die Wand bestehe. Er unterschied dabei zwischen Lärmvorsorge und Lärmsanierung. Beim Ausbau einer Autobahn gehöre Lärmschutz zur Maßnahme dazu.
Viele Einwohner hatten zusätzlich eine schnelle Temporeduzierung als Zwischenlösung gefordert. Auch diesen Punkt sprach der Minister im März an.
Tempolimit als Übergangslösung
Jetzt ist es offiziell: Bis zur Fertigstellung der Lärmschutzwand wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung als Kompensationsmaßnahme eingeführt. In Fahrtrichtung Ludwigshafen gilt Tempo 100 ab dem Baustellenbereich bis zum Lärm- und Sichtschutzwall vor der Rastanlage Hunsrück-West.
In Fahrtrichtung Koblenz beginnt die Geschwindigkeitsbegrenzung ebenfalls im Bereich des Lärm- und Sichtschutzwalls.
Begrenzung endet nach Bauarbeiten
Die Autobahn GmbH weist explizit darauf hin, dass das Tempolimit nur vorübergehend gilt. Nach Fertigstellung der Lärmschutzwand soll es wieder aufgehoben werden.