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Hitzewelle bringt Rettungsdienst an die Belastungsgrenze

Hitzewelle bringt Rettungsdienst an die Belastungsgrenze
Symbolbild KI-generiert

Die anhaltende Trockenheit, die hohen Temperaturen und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken haben den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz im Landkreis Mainz-Bingen am vergangenen Wochenende vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Insgesamt mussten rund 1.450 Einsätze bewältigt werden – fast doppelt so viele wie an einem gewöhnlichen Wochenende.

Rettungsdienst und Katastrophenschutz wegen Hitzewelle im Dauereinsatz

Neben zahlreichen hitzebedingten Herz-Kreislauf-Notfällen waren die Einsatzkräfte auch bei einem Flächenbrand in Worms sowie dem Waldbrand am Rotenfels gefordert. Dort unterstützte der Katastrophenschutz des Landkreises mit 45 Einsatzkräften.

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Zusätzliche Fahrzeuge und Personal im Einsatz

Landrat Thomas Barth dankte den Einsatzkräften ausdrücklich für ihre Arbeit: „Die vergangenen Tage haben einmal mehr gezeigt, wie verlässlich und lösungsorientiert die Zusammenarbeit zwischen Leitstelle, Hilfsorganisationen und Einsatzkräften in unserer Region funktioniert.“

Bereits im Vorfeld der Hitzewelle hatte die Rettungsdienstbehörde des Landkreises Mainz-Bingen bei den Hilfsorganisationen zusätzliche Fahrzeuge angefordert, um auf das erwartete erhöhte Einsatzaufkommen vorbereitet zu sein. Diese Entscheidung erwies sich nach Angaben der Verantwortlichen als entscheidend.

Die beteiligten Hilfsorganisationen stellten kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge bereit. Dabei wurden auch organisationsübergreifende Lösungen umgesetzt: Fahrzeuge und Besatzungen verschiedener Hilfsorganisationen nutzten flexibel Rettungswachen anderer Organisationen, wenn dort keine eigenen Kapazitäten verfügbar waren. Dadurch konnte die rettungsdienstliche Versorgung in der Region jederzeit sichergestellt werden.

Katastrophenschutz unterstützte Rettungsdienst

Nachdem die personellen Kapazitäten des haupt- und ehrenamtlichen Rettungsdienstes ausgeschöpft waren, wurden zusätzlich Einheiten des Katastrophenschutzes alarmiert. „Die Zusammenarbeit mit den Brand- und Katastrophenschutzinspektoren (BKI) gestaltete sich dabei außerordentlich konstruktiv und trug entscheidend dazu bei, die Versorgung auch in dieser Phase sicherzustellen“, sagte der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), Dr. Carsten Lott.

Zur besseren Koordination war die Rettungsdienstbehörde im Führungsstab der Berufsfeuerwehr Mainz vertreten und stand in ständigem Austausch mit allen beteiligten Einsatzkräften.

Leitstelle bewältigte fast doppelt so viele Einsätze

Besonders deutlich zeigte sich die außergewöhnliche Belastung bei den zeitkritischen Notfällen: Am vergangenen Wochenende wurden 37 Herz-Kreislaufstillstände registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 11.

Nach Angaben der Verantwortlichen konnten trotz der hohen Belastung Versorgungslücken vermieden werden. Ausschlaggebend dafür seien die frühzeitige Personalplanung sowie das Engagement aller Beteiligten gewesen.

Dr. Carsten Lott: „Dass in einer derart angespannten Lage mit gleich mehreren Großschadensereignissen und einem doppelt so hohen Einsatzaufkommen jederzeit eine bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung sichergestellt werden konnte, ist eine außerordentliche Leistung aller Beteiligten. Besonders beeindruckt hat uns die Bereitschaft, organisationsübergreifend pragmatische Lösungen zu finden. Dafür gilt allen Einsatzkräften, den Organisationen sowie den Kolleginnen und Kollegen in der Leitstelle unser ausdrücklicher Dank.”

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.