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Alte Kaserne wird zum Katastrophenschutzzentrum

Alte Kaserne wird zum Katastrophenschutzzentrum
Das Gebäude 23 der ehemaligen Heinrich-Hertz-Kaserne in Birkenfeld soll künftig als Katastrophenschutzzentrum des Landkreises dienen. Bild: Kreisverwaltung Birkenfeld/Karsten Schultheiß

Der Landkreis Birkenfeld will den Katastrophenschutz künftig an einem zentralen Standort bündeln. Auf dem Heinrich-Hertz-Campus am Stadtrand von Birkenfeld soll in der früheren Bundeswehrkaserne ein neues Katastrophenschutzzentrum entstehen. Der Kreisausschuss hat das Vorhaben am 24. August einstimmig befürwortet. Die abschließende Entscheidung trifft der Kreistag am Montag, 31. August.

Kreis Birkenfeld plant neues Katastrophenschutzzentrum

Für Landrat Miroslaw Kowalski und den für öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständigen Dezernenten Roland Praetorius bietet sich mit der Vollfinanzierung über das Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ eine besondere Gelegenheit. Das Projekt soll rund fünf Millionen Euro kosten.

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Mehr Aufgaben durch neues Katastrophenschutzgesetz

Hintergrund sind auch die zusätzlichen Aufgaben, die den Landkreisen durch das seit dem 1. Juli 2025 geltende neue Brand- und Katastrophenschutzgesetz übertragen wurden. Nach Angaben von Roland Praetorius müssen deshalb künftig mehr Fahrzeuge und Material vorgehalten werden.

Bislang sind die entsprechenden Ressourcen im Landkreis Birkenfeld auf verschiedene Feuerwehren und Hallen verteilt. Das neue Zentrum soll diese künftig zentral bündeln.

Stabsräume für den Ernstfall geplant

Das geplante Katastrophenschutzzentrum soll nicht nur Lager- und Arbeitsflächen bieten. Auch Räumlichkeiten für die Stabsstrukturen bei größeren Schadenslagen sind vorgesehen. Kommunikation, Stromversorgung sowie IT-Infrastruktur sollen so ausgelegt sein, dass die Einsatzfähigkeit auch bei einem Ausfall der regulären Systeme gewährleistet bleibt.

Genutzt werden soll ein ehemaliges Ausgabe- und Lagergebäude am Haupttor der früheren Bundeswehrkaserne. Dort sollen dauerhaft Beschäftigte der Kreisverwaltung aus dem Bereich Bevölkerungsschutz arbeiten. Im Einsatzfall können die Räume als Führungs- und Stabsräume genutzt werden.

290.000 Euro für die Sanierung

Das Gebäude befindet sich nach Angaben des Landkreises in einem guten Zustand. Für den Kauf sind 310.000 Euro vorgesehen, weitere rund 290.000 Euro sollen in die Sanierung fließen. Im Keller sollen außerdem Archiv und Registratur der Kreisverwaltung untergebracht werden.

Der Standort bietet nach Einschätzung des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs Lukas Klein gute Voraussetzungen. Durch die Nähe zur Autobahn sowie zu zwei Bundesstraßen sei das Gelände verkehrstechnisch gut angebunden.

Neue Fahrzeug- und Logistikhalle geplant

Zusätzlich zum eigentlichen Zentrum soll der Landkreis drei weitere Flurstücke erwerben. Dort ist der Bau einer rund 60 Meter langen und 20 Meter breiten Fahrzeug- und Logistikhalle mit zwölf Lkw-Stellplätzen geplant.

Nach Angaben von Lukas Klein sollen dort unter anderem Wechselladerfahrzeuge und Abrollbehälter des Landkreises zentral stationiert werden. Diese sind bislang teilweise dezentral bei den Feuerwehren untergebracht. Auch Spezialcontainer, etwa für Tierseuchenlagen oder Führungseinheiten bei Großschadenslagen, sollen künftig am Heinrich-Hertz-Campus gebündelt werden.

Baubeginn noch in diesem Herbst

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld und frühere BKI Matthias König unterstützt das Konzept ausdrücklich. Nach den bisherigen Planungen soll die Baumaßnahme bereits im Herbst beginnen und bis 2028 abgeschlossen werden.

Der Landkreis will das Gelände von einer überwiegend kommunalen Gesellschaft erwerben. Das neue Zentrum soll eine zentrale Infrastruktur schaffen, die den Landkreis für größere Schadenslagen und künftige Anforderungen im Katastrophenschutz besser aufstellt.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.