Die Suchthilfe des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe hat sich an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol beteiligt. Mit einem Informationsstand am Salinenbrunnen in Bad Kreuznach suchten die Berater den direkten Austausch mit Passanten.
Rund 50 Interessierte informierten sich über die Folgen von Alkoholkonsum und über Hilfsangebote. Gleichzeitig konnten die Besucher an einer kleinen Abstimmung teilnehmen.
Mehrheit für strengere Regeln
Die Teilnehmer beantworteten zwei Fragen: Sollte Alkohol teurer werden und sollte Alkoholkonsum erst ab 18 Jahren erlaubt sein?
Nach Angaben der Caritas stimmten jeweils knapp zwei Drittel der Teilnehmer für höhere Preise und für eine Anhebung der Altersgrenze auf 18 Jahre. Die Befragung war zwar nicht repräsentativ, dennoch ergaben sich daraus viele Gespräche über den Umgang mit Alkohol.
Alkohol häufigstes Thema in der Beratung
Für die Suchthilfe ist das Thema Alkohol weiterhin von großer Bedeutung. Nach Angaben des Caritasverbandes suchen jedes Jahr rund 650 Menschen aus dem Landkreis Bad Kreuznach Unterstützung bei der Suchtberatung. Dabei geht es meist um Alkoholprobleme oder die Folgen für Angehörige.
Die Aktion zeigte laut Caritas auch, wie präsent das Thema im Alltag ist. Mehrere Angehörige nutzten die Gelegenheit, direkt mit den Fachkräften ins Gespräch zu kommen und sich über Hilfsangebote zu informieren.
Beratung auch digital möglich
Neben persönlichen Gesprächen bietet die Suchthilfe auch digitale Beratungsmöglichkeiten an. Ratsuchende können sich über die Plattformen „DigiSucht“ und „Online-Beratung“ an die Fachkräfte wenden.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Jugendliche sowie an Angehörige von Menschen mit einer Suchterkrankung.


