Die Peter-Caesar-Schule in Idar-Oberstein steht vor einer wachsenden Herausforderung. Die Förderschule für Kinder und Jugendliche mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung verzeichnet seit Jahren steigende Schülerzahlen und stößt inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen.
Bei einem Besuch vor Ort informierte sich Landrat Miroslaw Kowalski gemeinsam mit Schuldezernentin Kathrin Alfers über die aktuelle Situation.
Schule ist für deutlich weniger Schüler ausgelegt
Nach Angaben von Schulleiter Alexander Stepp wurde die Schule ursprünglich für rund 70 Schülerinnen und Schüler geplant. Aktuell besuchen jedoch 128 Kinder und Jugendliche die Einrichtung. Für das kommende Schuljahr rechnet die Schule mit etwa 140 Schülerinnen und Schülern.
Bereits im Schuljahr 2021/22 lag die Zahl bei 84 Kindern und Jugendlichen. Die Entwicklung zeigt, dass der Platzbedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.
Klassen wurden ausgelagert
Um die Raumsituation vorübergehend zu verbessern, verlegte die Schule bereits im vergangenen Sommer drei Klassen an die Ida-Purper-Realschule plus in der Vollmersbachstraße. Dort nutzen die Schülerinnen und Schüler derzeit Pavillons auf dem Schulgelände.
Die Schulvertretung hob hervor, dass die Förderschüler am Ausweichstandort sehr offen aufgenommen wurden. Gleichzeitig wünschen sich Schule und Landkreis eine dauerhafte Lösung für die Platzprobleme.
Landkreis prüft weitere Möglichkeiten
Landrat Kowalski sicherte der Schule Unterstützung bei der Suche nach Lösungen zu. Gemeinsam mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sollen nun verschiedene Optionen geprüft werden.
Die Peter-Caesar-Schule gilt als wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft im Nationalparklandkreis Birkenfeld. Rund 60 Lehrkräfte sowie externe Therapeuten begleiten die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu möglichst selbstständiger gesellschaftlicher und beruflicher Teilhabe.
Schule wurde kontinuierlich erweitert
Der Landkreis investierte in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach in den Standort. Zuletzt wurde im Mai 2023 ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Klassenräumen und einem Speisesaal eingeweiht. Die Kosten lagen bei rund 1,5 Millionen Euro. Trotz dieser Investitionen reichen die vorhandenen Räume mittlerweile nicht mehr aus, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.


