Der seit mehreren Tagen andauernde Einsatz zur Bekämpfung des Waldbrands auf dem munitionsbelasteten Gelände am Rotenfels wird weiterhin fortgesetzt.
Waldbrand am Rotenfels bleibt unter Kontrolle
Nach Einschätzung von Landrätin Bettina Dickes ist der Waldbrand inzwischen unter Kontrolle. Die am Montag eingesetzten Löschroboter haben den Boden wirksam abgekühlt. Zwar gibt es weiterhin einzelne Glutnester, diese werden jedoch von der Feuerwehr nach und nach gelöscht. Von einem flächendeckenden Feuer kann nach aktuellem Stand keine Rede mehr sein.
Feuerwehr bekämpft letzte Glutnester
Im Bereich des Waldorfkindergartens Bad Kreuznach sowie am Funkturm werden weiterhin Glutnester bekämpft. Beide Bereiche bleiben aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auf den schwer zugänglichen und mit Munitionsresten belasteten Flächen kommt unter anderem ein ferngesteuerter Löschroboter zum Einsatz, um die betroffenen Bereiche kontrolliert herunterzukühlen.
Ein Feuerwehrmann verletzt
Während des Einsatzes wurde ein Feuerwehrangehöriger verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Angaben zum Gesundheitszustand wurden mit Rücksicht auf die betroffene Person nicht gemacht.
Für die Einsatzleitung stehen die Sicherung des Geländes und der Schutz der Einsatzkräfte weiterhin an erster Stelle. Die Versorgung der Helfer ist sichergestellt. Hilfsorganisationen kümmern sich um Verpflegung und Getränke, während das Technische Hilfswerk die Kraftstoffversorgung übernimmt. Die Einsatzkräfte werden regelmäßig abgelöst.
Traisen wieder freigegeben
Die Einsatzleitung hat die Evakuierung der Ortsgemeinde Traisen am Montagabend aufgehoben. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war, dass der Brand im Bereich mit der höchsten Kampfmittelbelastung entstanden war und dort bereits seit mehr als 24 Stunden erloschen ist. Die Fläche hat sich inzwischen deutlich abgekühlt, sodass nach intensiver Abwägung die Rückkehr der Bevölkerung ermöglicht werden konnte.
Die Bewohner von Traisen sowie der Aussiedlerhöfe können wieder in ihre Häuser zurückkehren. Weiterhin gesperrt bleiben die Zufahrt zum Rotenfels, die dahinterliegenden Anwesen sowie der Waldorfkindergarten.
Lage stabilisiert sich weiter
In der vergangenen Nacht kam es erneut zu Knallgeräuschen im Einsatzgebiet. Nach aktueller Einschätzung besteht jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Eine erneute Evakuierung oder Sperrung der Landesstraße 236 ist derzeit nicht erforderlich.
Das gesamte Waldgebiet bleibt weiterhin als Einsatzstelle abgesperrt und darf nicht betreten werden.
Erleichterung und Dank
Traisens Ortsbürgermeister Norman Frey zeigte sich erleichtert über die Rückkehr der Menschen in den Ort. Er sprach von einer emotionalen Achterbahnfahrt für die Bevölkerung in den vergangenen Tagen und freute sich darüber, dass das Leben in Traisen nun wieder seinen normalen Verlauf nehmen könne. Auch viele Einwohner seien froh, wieder in ihre Häuser zurückkehren zu können.
Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach bedankte sich bei den Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis sowie bei den zahlreichen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz.


