Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach ist im Juni leicht angestiegen. Insgesamt waren 11.893 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 25 mehr als im Mai und 694 mehr als im Juni 2025. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,2 Prozent und damit über dem Vorjahreswert von 5,9 Prozent.
Arbeitslosigkeit im Juni leicht gestiegen
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren 4.699 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 36 mehr als im Vormonat und 626 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der Grundsicherung waren 7.194 Personen arbeitslos. Gegenüber Mai sank die Zahl um 11, im Vergleich zum Vorjahr stieg sie um 68.
Junge Menschen besonders betroffen
Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit in allen Personengruppen zu. Den stärksten Anstieg verzeichnete die Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen mit 24 Prozent. Bei ausländischen Arbeitslosen lag der Anstieg bei zwei Prozent.
Im Juni meldeten sich 1.972 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 1.944 Personen ihre Arbeitslosigkeit. 642 Menschen wurden nach einer vorherigen Erwerbstätigkeit arbeitslos, während 592 Personen durch die Aufnahme einer Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten.
Mehr als 3.000 offene Stellen
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren im Juni insgesamt 3.033 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 65 weniger als im Mai, aber 108 mehr als im Vorjahresmonat. Arbeitgeber meldeten im Juni 529 neue Stellen. Seit Jahresbeginn gingen 3.428 Stellenangebote ein, fünf Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Ende Dezember 2025 waren im Agenturbezirk 120.922 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Rückgang um 1.169 Beschäftigte beziehungsweise einem Prozent. Die stärksten Zuwächse gab es in der öffentlichen Verwaltung, die größten Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe.
Ausbildungsmarkt mit weniger Bewerbern und Stellen
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich 1.403 Bewerber für Ausbildungsstellen. Das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 1.869 Ausbildungsstellen gemeldet, ein Rückgang um acht Prozent.
Ende Juni waren noch 634 Bewerber unversorgt und 882 Ausbildungsstellen unbesetzt. Während die Zahl der unversorgten Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent stieg, ging die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen um zwölf Prozent zurück.
Die Agentur weist darauf hin, dass die Statistik der gemeldeten Ausbildungsstellen seit April 2025 aufgrund prozessualer Umstellungen bundesweit unvollständig ist. Nach aktuellen Schätzungen dürfte die tatsächliche Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Mai 2026 rund fünf Prozent höher liegen als bislang ausgewiesen. Die grundsätzlichen Aussagen zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes bleiben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit jedoch bestehen.
Geschäftsstelle Bad Kreuznach
Im Geschäftsstellenbezirk Bad Kreuznach waren im Juni 4.480 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 32 mehr als im Mai und 189 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent nach 6,7 Prozent im Vorjahresmonat.
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen stieg um 32 auf 1.131. Gegenüber dem Vorjahr waren das 159 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 205 neue Arbeitsstellen.
Weitere Entwicklung in den Geschäftsstellen
Im Geschäftsstellenbezirk Idar-Oberstein sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat auf 3.151 Personen, lag jedoch um 188 über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent.
Im Bereich Kirn verringerte sich die Arbeitslosigkeit auf 1.602 Personen. Gegenüber Juni 2025 waren das 89 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,0 Prozent.
Im Geschäftsstellenbezirk Simmern stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 1.760 Personen. Das waren 47 mehr als im Mai und 174 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent.
Im Vergleich der Geschäftsstellen verzeichnete Bad Kreuznach mit vier Prozent den geringsten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr. Den stärksten Zuwachs gab es in Simmern mit elf Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote lag mit 4,0 Prozent im Geschäftsstellenbezirk Boppard.


