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Mainz-Bingen und Nysa schmieden Zukunftspläne

Mainz-Bingen und Nysa schmieden Zukunftspläne
Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen/Ricarda Kerl

Der Landkreis Mainz-Bingen und der polnische Partnerlandkreis Nysa haben das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft gefeiert. Anlässlich des Jubiläums reiste eine Delegation nach Nysa. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Zusammenarbeit sowie die Entwicklung neuer Ideen für die Zukunft.

Partnerschaft zwischen Mainz-Bingen und Nysa gefeiert

Landrat Thomas Barth und sein polnischer Amtskollege Daniel Palimąka hoben hervor, dass die Partnerschaft seit 25 Jahren auf den Säulen Katastrophenschutz, Studierendenaustausch und internationalem Jugendaustausch basiert. Künftig soll auch die Bildung als vierter Schwerpunkt die Zusammenarbeit weiter stärken.

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Mehr als 100 gemeinsame Projekte

In den vergangenen 25 Jahren ist die Partnerschaft durch mehr als 100 Begegnungen, gemeinsame Projekte und persönliche Kontakte gewachsen. Besonders die Hilfsaktionen des Landkreises Mainz-Bingen nach den schweren Überschwemmungen in den Jahren 2001 und 2024 sind den Menschen in Nysa in besonderer Erinnerung geblieben.

Beim Festakt in der Aula des Carolinum Nysa zeichnete Landrat Daniel Palimąka seinen Amtskollegen Thomas Barth stellvertretend für den Landkreis Mainz-Bingen mit der „Cordialis“-Statuette aus. Die Auszeichnung würdigt die umfangreiche Unterstützung aus Mainz-Bingen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Mikołaj Chojecki begleitet, während Landfrauen aus vier Gemeinden regionale Spezialitäten servierten.

Neue Projekte für junge Menschen geplant

Beide Landräte vereinbarten, die Partnerschaft künftig noch intensiver mit Leben zu füllen. Es sollen insbesondere junge Menschen stärker für den europäischen Austausch begeistert werden. Zudem gibt es Überlegungen, im südlichen Landkreis eine weitere Partnerschaft aufzubauen – möglicherweise mit der Stadt Oppenheim. Damit könnten die bestehenden Verbindungen zwischen Ingelheim und der Stadt Nysa sowie der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und Głuchołazy ergänzt werden.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich ausbauen

Auch im Bildungsbereich wurden neue Impulse gesetzt. Die Förderschulen in Nysa und Nieder-Olm sollen ihre Zusammenarbeit wieder intensivieren und gemeinsame Projekte sowie Begegnungen für Schülerinnen und Schüler ermöglichen.

Begleitet wurde die Delegation unter anderem von Prof. Dr. Antje Krause, Präsidentin der TH Bingen. Sie sagte: „Die Reise in unsere Partnerregion Nysa war für mich ein eindrucksvolles Zeichen gelebter europäischer Zusammenarbeit. Der persönliche Austausch mit unserer Erasmus+-Partnerhochschule vor Ort war ausgesprochen wertvoll und hat eine gute Grundlage geschaffen, um die Partnerschaft zwischen der TH Bingen und der Hochschule Nysa weiter auszubauen.“

Abwechslungsreiches Besuchsprogramm

Die Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern des Kreistages, der Kreisverwaltung und der Hochschule absolvierte ein umfangreiches Besuchsprogramm. Dazu gehörten eine Stadtführung durch Breslau, eine Besichtigung der Stadt Nysa mit dem Historischen Museum sowie der Basilika St. Jakobus und Agnes, der größten Kirche der Stadt. Im Innenhof des Museums wurde außerdem eine Partnerschaftsbank eingeweiht.

„Ein wunderbarer Ort um zu verweilen und die Partnerschaft Revue passieren zu lassen und neue Ideen zu gewinnen“, sagte Mirosław Aranowicz, ehemaliger Vorsitzender des Kreisrats in Nysa.

Zum Abschluss der Reise besuchte die Delegation die neugotische Backsteinkirche St. Urban aus dem Jahr 1884, die „Heiligen Rita“. Sie wurde durch das Ehepaar Hedwig und Urban Kunze aus dem ehemaligen Glumpenau, dem heutigen Głębinów, finanziert und dient bis heute als Pilgerstätte für Menschen aus nah und fern.

Bekenntnis zur Fortsetzung der Partnerschaft

„Das Jubiläumstreffen hat gezeigt, die Partnerschaft zwischen unseren beiden Landkreisen lebt von Begegnungen, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Blick nach vorn. Nach 25 erfolgreichen Jahren haben wir vereinbart, dass wir die Verbindung weiterwachsen lassen wollen und verstärkt die jungen Generationen erreichen wollen“, sagte Landrat Thomas Barth.

Landrat Daniel Palimąka sagte: „Die 25-jährige Partnerschaft zwischen dem Landkreis Nysa und dem Landkreis Mainz-Bingen ist ein schönes Beispiel dafür, wie gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und Engagement dauerhafte Beziehungen zwischen den Kommunalverwaltungen und den Bürgerinnen und Bürgern aufbauen können. Ich danke allen, die diese Zusammenarbeit über die Jahre hinweg mitgestaltet und gemeinsame Projekte und Initiativen umgesetzt haben. Mein besonderer Dank gilt unseren Partnern aus Mainz-Bingen für ihre Freundschaft und ihre Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln. Ich bin überzeugt, dass vor uns weitere Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit, neuer Ideen und gemeinsamer Erfolge liegen. Möge dieses Jubiläum eine Inspiration sein, unsere Beziehungen weiter zu festigen.”

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.