Die Bettensteuer in Mainz kommt: Der Stadtrat hat die neue Beherbergungsabgabe für Übernachtungsgäste mehrheitlich beschlossen. Ab dem 1. Juli 2026 sollen Gäste je nach Übernachtungspreis zwischen 2 und 5 Euro pro Nacht zusätzlich zahlen.
Was bisher bekannt ist:
- Der Stadtrat hat die Beherbergungsabgabe mehrheitlich beschlossen
- Start ist zum 1. Juli 2026 geplant
- Mainz erwartet ab 2027 rund 4 Millionen Euro Einnahmen pro Jahr
Mainz Bettensteuer soll Millionen bringen
Die Landeshauptstadt Mainz führt zum 1. Juli 2026 eine Beherbergungsabgabe ein. Der Stadtrat stimmte der entsprechenden Satzung mehrheitlich zu. Außerdem wurde beschlossen, die Abgabe nach drei Jahren zu überprüfen.
Oberbürgermeister Nino Haase bezeichnete den Weg bis zur Entscheidung als anspruchsvoll. Es sei ein „guter erster Schritt“, um weiterzuarbeiten. Die Stadt sieht die neue Abgabe als Baustein zur Finanzierung von Kultur, Tourismus und freiwilligen Leistungen.
Gäste zahlen zwischen 2 und 5 Euro pro Nacht
Die neue Abgabe wird gestaffelt erhoben. Bei Übernachtungen bis 50 Euro fallen 2 Euro pro Nacht an. Bei teureren Zimmern steigt der Betrag schrittweise bis auf maximal 5 Euro bei Übernachtungen über 200 Euro. Berechnungsgrundlage ist der Preis für die Übernachtung inklusive Umsatzsteuer. Zusatzleistungen wie Frühstück oder Stellplatzgebühren sollen nicht einbezogen werden.
Getragen werden soll die Abgabe von den Übernachtungsgästen. Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe ziehen das Geld ein und führen es an die Stadt ab.
Warum Mainz die Bettensteuer einführt
Die Stadt verweist auf hohe Ausgaben für touristisch und kulturell bedeutsame Angebote. Dazu gehören unter anderem die Fastnachtskampagne, das Gutenbergmuseum, das Naturhistorische Museum, die MainzPlus GmbH sowie Veranstaltungen wie Johannisnacht, Weihnachtsmarkt oder Rheinfrühling. Nach Angaben der Stadt liegen diese Aufwendungen insgesamt bei rund 8 bis 10 Millionen Euro jährlich. Mit der Bettensteuer will Mainz einen Teil dieser Kosten absichern und zugleich zur Haushaltskonsolidierung beitragen.
Für 2026 rechnet die Stadt wegen des Starts zur Jahresmitte mit rund 2 Millionen Euro Einnahmen. Ab 2027 sollen es jährlich etwa 4 Millionen Euro sein.
Abgabe wird nach drei Jahren überprüft
Die Stadt hat in der Vorlage auch rechtliche Fragen berücksichtigt. Ein reiner Beitrag wurde unter anderem wegen des hohen Ermittlungsaufwands und möglicher Klagerisiken verworfen. Stattdessen setzt Mainz auf eine örtliche Aufwandsteuer.
Nach drei Jahren soll die neue Abgabe evaluiert werden. Dabei will die Stadt unter anderem prüfen, wie sich Markt, Tourismus und wirtschaftliche Lage in Mainz entwickelt haben.
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