Der Friedhof ist das bedeutendste Denkmal vieler Jahrhunderte jüdischen Lebens in der Nahemetropole. Der Glaube an die Auferstehung ist der Grund dafür, dass jüdische Friedhöfe nicht eingeebnet werden dürfen.
Das „Haus der Ewigkeit“ in der Stromberger Straße wurde ab 1661 genutzt, und in den folgenden 300 Jahren mehrfach erweitert. Bis heute finden hier jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger die letzte Ruhe.
Über 1100 Gräber mit 322 Grabsteinen finden sich auf dem 7.500 Quadratmeter großen Areal. Der Friedhof zählt zu den besterhaltenen jüdischen Friedhöfen in Rheinland-Pfalz. Die unter Denkmalschutz stehende Totenhalle des Friedhofes wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. An der Westseite ist eine schwarze Marmortafel mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten angebracht. Sie stammt ursprünglich aus der ehemaligen Synagoge in der Fährgasse. Eine kleinere Marmortafel daneben ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet.
Der Gang über das Gelände bis zu den ältesten Grabsteinen ist eine Zeitreise, die auch die Veränderungen der jüdischen Kultur und deren Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten zeigt. Nicht zuletzt ist das „Haus der Ewigkeit“ an einem ruhigen Sonntagmorgen ein Ort der Stille, dessen Atmosphäre die Besucher umfängt.
Treffpunkt: Eingang jüdischer Friedhof, Stromberger Straße, aus Richtung Innenstadt nach der Einmündung Schöne Aussicht
Dauer: ca. 60 Minuten
Nur mit Anmeldung: Touristinfo@bad-kreuznach-tourist.de, Tel.: 0671 8360050
Karten vorab unter: Ticket Regional: Besuch im Haus der Ewigkeit – Führung über den jüdischen Friedhof Stromberger Straße – Bad Kreuznach, Jüdischer Friedhof – Eingang
Hinweis: Kinder bis 18 Jahre in Begleitung der Eltern nehmen kostenlos teil, benötigen jedoch ein Ticket. Bitte die Ermäßigung für Kinder buchen.
