Nachts war es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auch in den Städten und Dörfern finster und unheimlich, da es meist noch keine Straßenlaternen gab, sicher aber noch keine elektrische Beleuchtung.
Da waren die Bürger froh, wenn sie in der Dunkelheit das beruhigende Geräusch des Nachtwächters hörten, der mit seinen klimpernden Schlüsseln, seiner Hellebarde und besonders seiner Laterne der Finsternis den Schrecken nahm.
Gerne gingen die Frauen und Männer dann ein Stücklein mit dem gut ausgerüsteten Mann mit, wenn sie doch noch einmal vor die Tür mussten.
In dieser Tradition steht auch der Nachtwächterrundgang, der seit 1999 im alten Ortskern von Ebernburg stattfindet.
Beginnend vom Kurpfälzischen Unteramtshof in der Burgstr. 13 führt der rund eineinhalbstündige Spaziergang durch die alten Gassen an historischen Plätzen vorbei bis zur Romanischen Johanneskirche auf dem Ebernburger Friedhof und wieder zurück.
An 8 Stationen wird dabei vom Nachtwächter Historisches & Sagenhaftes erzählt und auch für Fragen besonders von Kindern ist immer Zeit.
Die Erzählungen handeln vom Leben und Wohnen der Kleinen und der Großen im Ort und auf der Ebernburg und auch zur Baugeschichte gibt es das ein oder andere Wörtlein, ohne Euch den Kopf mit zuviel Zahlen verwirren zu wollen.
Der Preis für öffentliche Führungen beträgt 7 € pro Person, ermässigt 5 €.
